Anlässlich des Bundesweiten Netzwerktreffens Flucht, Migration und Behinderung unter dem Titel „Mir sind die Hände gebunden!? – Handlungskompetenz an der Schnittstelle Flucht, Migration und Behinderung“, das am 18. und 19. September 2025 in Bielefeld stattfand, haben wir in Kooperation mit Nicolay Büttner vom Berliner Netzwerk für besonders schutzbedürftige geflüchtete Menschen einen interaktiven Workshop durchgeführt.
Der Workshop legte einen Fokus auf die Situation von Menschen mit Behinderung und widmete sich der zentralen Leitfrage: „Was braucht es für eine strukturierte Identifikation und adäquate Versorgung geflüchteter Menschen mit besonderen (Schutz‑)Bedarfen?“ Zunächst wurden im Rahmen von zwei Inputs ein Überblick zur Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) und sich daraus ergebenden Implikationen gegeben, sowie wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem PROTECT.Ing Projekt zur bisherigen Umsetzung der EU-Aufnahmerichtlinie und der Berücksichtigung besonderer (Schutz-)Bedarfe bei geflüchteten Menschen vorgestellt.
Gemeinsam mit vierzehn Teilnehmenden aus unterschiedlichen Praxisfeldern – darunter Vertreter*innen zivilgesellschaftlicher Organisationen ebenso wie Mitarbeitende aus verschiedenen Behörden – wurden Lösungsansätze, aber auch Herausforderungen bei der Identifikation, Weitergabe und Adressierung besonderer Bedarfe von geflüchteten Menschen mit Behinderungen im Zuge eines World Cafés diskutiert. Die anschließend erstellte Dokumentation des Workshops dient als Grundlage für die Erarbeitung von Policy-Empfehlungen.