Die AG Bevölkerungsmedizin und Versorgungsforschung der Universität Bielefeld und die

Sektion Health Equity Studies & Migration des Universitätsklinikums Heidelberg untersuchen in einer Teilstudie des Forschungsprojekts PROTECT.Ing die Strukturen zur Identifizierung besonderer Schutzbedarfe von geflüchteten Menschen in Landesunterkünften. Das Projekt wird durch den europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds gefördert.

Aktuell werden in fünf Bundesländern qualitative Interviews mit Mitarbeitenden der stationären Sozialen Arbeit und der Beratung in Landesunterkünfte durchgeführt. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie verborgene Schutzbedarfe von geflüchteten Menschen in Landesunterkünften in Deutschland durch Sozialarbeitende erkannt werden können. Darunter versteht man Schutzbedarfe, die äußerlich nicht erkennbar sind und von den Betroffenen (noch) nicht kommuniziert oder wahrgenommen wurden.

Darüber hinaus beleuchtet die Studie bestehende Strukturen und Dokumentationsverfahren der Sozialen Arbeit in Landesunterkünften. Die Erkenntnisse werden in wissenschaftlichen Fachpublikationen veröffentlicht und damit einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Erkenntnisse dieser Teilstudie fließen in das Projekt PROTECT.Ing und in die weitere Technologieentwicklung ein.