Im Rahmen des PROTECT.Ing-Projektes wurde zur fachlichen Weiterbildung und zum Austausch die Fachtagung „Soziale Exklusion, Schutzbedürftigkeit und Asylrechtsverschärfungen – Quo vadis Soziale Arbeit? Wissenschaft und Praxis im Dialog zu Ankommensbedingungen und Professionsethik“ besucht.

Organisiert wurde diese vom Berliner Netzwerk für besonders schutzbedürftige geflüchtete Menschen (BNS) sowie von der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit, Fachgruppe Flucht, Migration, Rassismus- und Antisemitismuskritik (DGSA Migraas). Neben Keynote-Speeches aus menschenrechtsaktivistischer Perspektive zur Situation in Unterkünften für Geflüchtete, einer fachlichen Auseinandersetzung mit Asylrechtsverschärfungen, dem Gemeinsamen Europäischen Asylsystem (GEAS) und der Verschiebung aktueller Diskurse sowie einem akademischen Input zum Thema „Rückzug, Rackern, Renitenz? Wie weitermachen, wenn Migrationspolitik sich von Menschenrechten verabschiedet?“ wurden verschiedene Workshops angeboten.

In diesem Zuge wurden die Workshops „Besondere Schutzbedürftigkeit: zwischen Anerkennung, Pathologisierung und Selbst-Identifikation“ sowie „Von Gutscheinen zur Bezahlkarte: Die sich wandelnde Architektur der Ausgrenzung in der EU-Asylpolitik“ besucht und die darin behandelten Themen intensiv diskutiert. Im Rahmen des zweiten Workshops wurden neben weiteren Aspekten auch Fragen des Datenmanagements und der biometrischen Überwachung thematisiert. Insgesamt ermöglichte die Veranstaltung sowohl eine fundierte fachliche Interaktion als auch einen gewinnbringenden Austausch mit neuen und bereits bestehenden Kontakten.

Besonders relevant waren dabei Fragestellungen zu besonderen Schutzbedarfen, die Auswirkungen des GEAS im Hinblick auf Schutzbedürftigkeit und Unterbringung geflüchteter Menschen sowie die Verbindung von Ansätzen aus Forschung und Praxis in der Arbeit und Versorgung mit geflüchteten Menschen. Wir bedanken uns herzlich für die spannende und erkenntnisreiche Fachtagung.